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Datenvirtualisierung als Lösung — Teil 2: die versteckten Kosten des Datenkopierens

Der Speicher ist der günstigste Teil. Governance, Infrastruktur und die Pflege der Ladeprozesse sind es, wo Redundanz wirklich kostet.

5 Min. Lesezeit

Daten zu kopieren ist teuer — und die Speicher-Hardware ist meist der kleinste Posten der Rechnung. Der größere Aufwand entsteht durch alles, was folgt, sobald Daten dupliziert sind. Dieser zweite Teil betrachtet diese Folgekosten und die Rolle, die Datenvirtualisierung bei ihrer Vermeidung spielt.

Der kosteneffizienteste Aspekt beim Kopieren von Daten ist die Hardware, auf der die Daten gespeichert werden.

Governance, Eigentümerschaft und Infrastruktur

Kopierte Daten müssen weiterhin alle Compliance-, Vertraulichkeits- und Datenschutzanforderungen erfüllen — mit Berechtigungskonzepten, Auditing, Integrität und Verschlüsselung drumherum. Das Kopieren wirft zudem die Frage der Data Ownership und der „einen Wahrheit“ auf: Geschäftslogik wird mit den Daten kopiert, und diese duplizierten Stränge laufen mit der Zeit auseinander und erzeugen inkonsistente Kennzahlen. Hinzu kommen Anwendungsserver, Netzverbindungen, Firewalls, Lizenzen, Updates und Monitoring für den gesamten redundanten Stack.

Ladeprozesse pflegen — und was ihre Vernachlässigung kostet

ETL-Routinen müssen über die gesamte Aufbewahrungsdauer überwacht werden, weil eine Änderung an Quelle oder Ziel sie brechen kann. Hardware fällt aus, daher ist Disaster Recovery Pflicht und verursacht eigene Kosten. Weil all das aufwändig ist, wird es oft nachrangig behandelt — und Vernachlässigung ist riskant: verpasste Updates öffnen Sicherheitslücken, unbemerkte Ladefehler liefern veraltete oder falsche Daten, und ein Datenschutz- oder Reporting-Vorfall kann Strafen und bleibenden Reputationsschaden bedeuten.

Keine Hardware lebt ewig.

Datenvirtualisierung beseitigt den Aufwand an der Wurzel

Es ist ein kleiner, unscheinbarer Schritt, der all dies auslöst: Die Daten werden kopiert. Weil Virtualisierung die Daten in ihrer Quelle belässt, bleibt Governance im Quellsystem — authentifiziert und autorisiert über Single Sign-On; es gibt keine Ladeprozesse, die unbemerkt brechen; nichts Compliance-Relevantes muss anderswo neu umgesetzt werden; und Geschäftslogik kann zentral liegen, ohne Streit über ihre Auslegung.

Das gilt, solange der virtuelle Raum seine Disziplin wahrt: keine Persistenz (auch nicht „nur für die Performance“) und konsequentes Single Sign-On ohne Abkürzungen über technische Benutzer. Innerhalb dieser Regeln senkt Datenvirtualisierung Aufwand und Kosten deutlich und hält Unternehmensdaten sicher, verlässlich und konsistent.

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